Weinanbauregion

 

Die Gesamtfläche der Insel Madeira beträgt 732 km2, die Weinanbauregion umfasst etwa 500 Hektar. Es handelt sich um eine einmalige Landschaft, die durch ausgeprägte Gebirgsformen gekennzeichnet ist. Die besonderen Bedingungen des Bodens vulkanischen Ursprungs, meist basaltisch, die Nähe zum Meer und die klimatischen Bedingungen – heiße, feuchte Sommer und milde Winter – verleihen dem Wein einzigartige Eigenschaften.


Die Anbauflächen sind durch eine sehr starke Steillage geprägt und im Allgemeinen in Terrassen, so genannte Poios, unterteilt.

 

Das Wasser für die Bewässerung wird auf Madeira in den Hochgebieten aufgefangen und über Kanäle, so genannte Levadas, ein beeindruckendes Kanalsystem von 2150 km Länge, verteilt.
Die traditionellste Art der Reberziehung ist die Pergolaerziehung in Form eines „p“, die so genannten Latada, bei der die Reben horizontal gezogen werden. Während des 20. Jh. kam jedoch die Spaliererziehung (Espaldeira) auf, die allerdings nur für Flächen mit geringer Neigung geeignet ist.

 

Von Mitte August bis Mitte Oktober erfolgt die Weinlese, in einem majestätischen Ritual, bei dem es zu unglaublichen Kraftanstrengungen kommt, da die zerklüftete Landschaft und die geringe Größe der Betriebe den gesamten Ernteprozess erschweren, der bis heute noch völlig manuell erfolgt. 
 

Weinanbauregion